Aus der Chronik unserer Schule

 

Die Grundsteinlegung war am 14.Mai 1927.

Schon zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass die Schule den Namen „Pestalozzischule“ tragen soll. Anlass dafür war der 100.Todestag des berühmten Erziehers Johann Heinrich Pestalozzi. Er wurde am 12.Januar 1746 geboren und starb am 17.Februar 1827.

Unter dem Haupteingang in der Goethestraße wurde eine Urkunde eingemauert. (Foto)


Am 3.August 1928 wurde das Schulgebäude durch einen Festakt in der Turnhalle als Knabenschule eingeweiht.

Diese große moderne Schule verfügte über eine Turnhalle mit Bühne, eine Schulküche, einen Physiksaal, einen Musiksaal, 5 große Klassenräume für je 54 Schulkinder sowie weitere kleinere Klassenzimmer. Außerdem gab es im Erdgeschoss der Schule das Torgelower Volksbad. Das Wasser hierfür wurde aus der Uecker gesaugt. 

 

Im Schuljahr 1932/33 lernten hier zum Beispiel 541 Knaben in 12 Klassen. Die Klassenstärken lagen zwischen 40 und 58 Schülern. Es unterrichteten 10 Lehrer.

Während der Kriegszeit diente das Schulgebäude auch zur Unterbringung von Soldaten.

 

Nach 1945 wurde der planmäßige Unterricht der Knabenschule wieder aufgenommen. Es bestand die achtjährige Schulpflicht.

 

Im Schuljahr 1948/49 wurde eine 9.Klasse eröffnet. Das war die erste Klasse der EOS (Erweiterte Oberschule). Ab jetzt lernten erstmals auch Mädchen an der Pestalozzischule.

 

Ab Mitte der 50er Jahre  konnten Mädchen und Jungen mit guten Leistungen die „Mittlere Reife“ – also die 9. und 10.Klasse absolvieren.


Am 27.Januar 1954 brach in der Pestalozzischule ein verheerender Brand aus. In einem Artikel der Heimatzeitung heißt es:

 

„....Der Brand wurde erst bemerkt, als er bereits die Dachhaut durchbrochen hatte......Da bei Eintreffen der Feuerwehr der nächste Hydrant kein Wasser gab und die Entfernung zur Uecker ,..., verhältnismäßig groß war ,trat eine beachtliche Verzögerung ein. Diese wurde noch vergrößert, da der Hausmeister noch keine Kenntnis von dem Brand hatte und sich die Männer der Feuerwehr durch eine Reihe verschlossener Türen arbeiten mussten. Die Freiwillige Feuerwehr des Ortes kam erst später zur Unterstützung herbei, da die Sirene, die sich auf dem Dach der Schule befand, ausfiel. Trotz mehrmaliger Verweisung der Zivilpersonen aus dem Gebäude, setzten diese ihre Bergungsarbeiten im oberen Stockwerk.fort, wobei ein Kollege der Bau-Union durch den einstürzenden Turm mit Uhr verschüttet wurde und tödlich verunglückte....“

Wiederaufbau des Dachstuhls

Anfang der 60er Jahre wurde die Pestalozzischule eine POS (Polytechnische Oberschule). Jetzt bestand für alle Schüler die zehnjährige Schulpflicht.

 

Bei einem weiteren Brand am 18.Januar 1964 konnte durch das schnelle Handeln der Feuerwehr größerer Schaden verhindert werden.


Durch ein Schulreformgesetz wurde die Pestalozzischule 1991 in eine Grundschule umgewandelt Hier lernen jetzt Mädchen und Jungen von der 1. bis zur 4.Klasse.

1995/96 wurden das Schulgebäude und die Turnhalle umfangreich saniert. 

    

Seit 1997 lernen  Kinder aus Spechtberg , seit 1998 Kinder aus Drögeheide ebenfalls in der Pestalozzi-Grundschule.